Vollständiger Leitfaden

White-Label-Monitoring
für Webagenturen

Der umfassende Leitfaden, um professionelles Website-Monitoring unter Ihrer eigenen Marke anzubieten. Von der Einrichtung bis zur Kundenbereitstellung.

Was ist White-Label-Monitoring?

White-Label-Monitoring bedeutet, Ihren Kunden Website-Uptime-Monitoring unter der Marke Ihrer Agentur anzubieten. Ihre Kunden sehen Ihr Logo, Ihre Domain, Ihr Portal — sie erfahren nie, dass Sie im Hintergrund ein Drittanbieter-Tool verwenden.

Für Webagenturen ist das ein entscheidender Vorteil. Statt Kunden zu sagen, sie sollen 'UptimeRobot prüfen', bieten Sie ihnen ein gebrandetes Erlebnis:

  • Statusseiten auf ihrer eigenen Domain (z. B. status.kundenwebsite.de)
  • Kundenportale, in denen sie ihre Verfügbarkeit per Magic Link überprüfen können
  • Vorfallberichte im Branding Ihrer Agentur
  • Benachrichtigungen, die von Ihrem Monitoring-System kommen, nicht von einem generischen Tool

Das Ergebnis: Sie wirken professioneller, Ihre Kunden erhalten bessere Transparenz, und Sie schaffen eine Möglichkeit für wiederkehrende Einnahmen.

Warum Agenturen White-Label-Monitoring brauchen

Die meisten Monitoring-Tools (UptimeRobot, Pingdom, Better Stack) sind für Entwicklerteams konzipiert, die ihre eigenen Apps überwachen. Dafür funktionieren sie hervorragend. Aber Agenturen haben grundlegend andere Anforderungen:

1. Multi-Client-Verwaltung
Sie überwachen nicht 1 App — Sie überwachen 10, 20, 50 Kunden-Websites. Sie müssen Monitore, Vorfälle und Statusseiten nach Kunden organisieren, nicht in einer flachen Liste.

2. Kundenorientierte Leistungen
Ihre Kunden möchten den Beweis, dass ihre Website überwacht wird. Screenshots eines Drittanbieter-Dashboards reichen nicht aus. Gebrandete Statusseiten und Portale machen Monitoring zu einem sichtbaren, greifbaren Service.

3. Professionelle Positionierung
Wenn Sie einem Kunden sagen 'Wir überwachen Ihre Website mit UptimeRobot', klingen Sie wie ein Freelancer mit kostenlosen Tools. Wenn Sie ihm ein gebrandetes Portal auf Ihrer Domain geben, klingen Sie wie eine professionelle Agentur mit eigener Technologie.

4. Umsatzmöglichkeit
Monitoring kann Teil eines Wartungsvertrags sein. White-Label-Monitoring macht es einfach, es als Premium-Service anzubieten — Kunden sehen die Statusseite, das Portal, die Berichte und verstehen den Wert.

Wichtige Funktionen, auf die Sie achten sollten

Nicht alle Monitoring-Tools bieten den gleichen Grad an White-Labeling. Darauf kommt es für Agenturen an:

Gebrandete Statusseiten
Öffentliche Seiten, die den aktuellen Status der Services Ihres Kunden anzeigen. Die besten Tools erlauben eine eigene Domain (CNAME), das Logo Ihres Kunden und entfernen jede Erwähnung des Monitoring-Anbieters.

Kundenportale
Ein privates, schreibgeschütztes Dashboard für jeden Kunden. Idealerweise über einen Magic Link erreichbar (kein Login erforderlich), das die Monitore, Verfügbarkeits-Prozentsätze und die Vorfallhistorie anzeigt.

Multi-Client-Dashboard
Ihr internes Dashboard sollte alles nach Kunden organisieren. Kunden anlegen, Monitore zuweisen, Statusseiten zuordnen — alles in einem Workflow.

Eigene Domain-Unterstützung
Statusseiten sollten auf der Domain Ihres Kunden (status.kundenwebsite.de) oder der Domain Ihrer Agentur (monitoring.ihreagentur.de) laufen.

Benachrichtigungs-Anpassung
Benachrichtigungen sollten pro Kunde konfigurierbar sein — verschiedene Kanäle (E-Mail, Slack, SMS), verschiedene Schwellenwerte, verschiedene Eskalationsregeln.

API-Zugang
Für Automatisierung: Monitore beim Onboarding neuer Kunden massenweise erstellen, Berichte programmatisch generieren, mit bestehenden Tools Ihrer Agentur integrieren.

So richten Sie White-Label-Monitoring ein

Die Einrichtung von White-Label-Monitoring für Ihre Agentur dauert etwa 30 Minuten. Hier ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Schritt 1: Wählen Sie Ihr Tool
Wählen Sie eine Monitoring-Plattform, die für Agenturen konzipiert ist. Wichtige Kriterien: Multi-Client-Unterstützung, gebrandete Statusseiten, Kundenportale, angemessene Preise für viele Monitore.

Schritt 2: Erstellen Sie Ihre Kundenstruktur
Fügen Sie jeden Kunden zu Ihrem Dashboard hinzu. Weisen Sie einen Namen, eine Kontakt-E-Mail und interne Notizen zu.

Schritt 3: Fügen Sie Monitore pro Kunde hinzu
Richten Sie für jeden Kunden HTTP-Monitore für die Hauptdomain, wichtige Subdomains (App, API, CDN) und kritische Endpunkte ein. Fügen Sie auch SSL-Zertifikat-Monitore hinzu.

Schritt 4: Erstellen Sie gebrandete Statusseiten
Erstellen Sie eine Statusseite für jeden Kunden. Passen Sie sie mit dem Kundenlogo an. Richten Sie einen CNAME-Eintrag (status.kundenwebsite.de) auf Ihre Monitoring-Plattform.

Schritt 5: Richten Sie Benachrichtigungen ein
Konfigurieren Sie Benachrichtigungen pro Kunde: E-Mail für das Team des Kunden, Slack für den Kanal Ihrer Agentur, SMS für kritische Probleme.

Schritt 6: Teilen Sie das Portal
Generieren Sie einen Magic Link für jeden Kunden und teilen Sie ihn. Kunden können ihn als Lesezeichen speichern und jederzeit ihre Verfügbarkeit überprüfen.

Schritt 7: Bieten Sie es als Service an
Integrieren Sie Monitoring in Ihren Wartungsvertrag. Kunden zahlen für die Sicherheit — und Sie haben einen wiederkehrenden Umsatzstrom.

Vergleich von White-Label-Monitoring-Lösungen

So schneiden die wichtigsten Monitoring-Tools für den Agentur-Einsatz ab:

FunktionUptimeRobotBetter StackPulseticStatusHive
Multi-ClientNeinNeinNeinJa
KundenportalNeinNeinNeinJa
Gebrandete StatusseitenEinfachJaJaVollständiges White-Label
Eigene DomainKostenpflichtigKostenpflichtigKostenpflichtigAb Starter
White-LabelNeinNeinTeilweiseVollständig ab Pro
APIJaJaEingeschränktJa
Preis (50 Monitore)$350/Mo.$85/Mo.$20/Mo.49 EUR/Mo.

Für einen detaillierteren Vergleich, lesen Sie unsere ausführlichen Seiten:

  • UptimeRobot vs StatusHive
  • Better Stack vs StatusHive
  • Pulsetic vs StatusHive

Kundenberichte und SLA-Tracking

White-Label-Monitoring ist nicht nur Verfügbarkeitsprüfung. Es geht darum, Ihren Kunden sichtbaren Mehrwert zu liefern.

Monatliche Verfügbarkeitsberichte
Senden Sie jedem Kunden einen monatlichen Bericht mit Verfügbarkeits-Prozentsatz, Antwortzeiten und eventuellen Vorfällen. Das belegt den Wert Ihres Wartungsvertrags.

SLA-Tracking
Wenn Ihr Kunde ein SLA hat (99,9 % Verfügbarkeitsgarantie), sind Ihre Monitoring-Daten der Beweis. Historische Daten ermöglichen es Ihnen, die Einhaltung nachzuweisen — oder Probleme zu erkennen, bevor sie das SLA verletzen.

Vorfall-Nachanalysen
Wenn etwas ausfällt, verwenden Sie Ihre Monitoring-Daten, um eine Zeitleiste zu erstellen: wann das Problem erkannt wurde, wann Sie benachrichtigt wurden, wann es behoben wurde. Diese Transparenz schafft Vertrauen.

Der Business Case
Agenturen, die 200-500 EUR/Monat für Wartung berechnen, können den Preis leicht rechtfertigen, wenn sie Folgendes zeigen: gebrandete Statusseiten, Portal-Zugang, monatliche Berichte und 24/7-Monitoring mit sofortigen Benachrichtigungen. Das Monitoring-Tool rentiert sich vielfach.

Starten Sie noch heute mit White-Label-Monitoring

White-Label-Monitoring verwandelt Website-Monitoring von einer Hintergrundaufgabe in einen kundenorientierten Service. Ihre Kunden erhalten Transparenz, Sie erhalten wiederkehrende Einnahmen, und Ihre Agentur wirkt professioneller.

Das Beste: Sie können kostenlos starten. Die meisten Tools bieten kostenlose Tarife, mit denen Sie den Workflow testen können, bevor Sie sich festlegen. Richten Sie ein paar Kunden ein, erstellen Sie Statusseiten, teilen Sie Portale — und sehen Sie den Unterschied.

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